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Maarit Arvola, bearbeitet am 10.12.2025

Bild generiert mit Midjourney

Zusammenfassung

Clever Prompten mit Prompting-Strategie

Im Internet werben alle möglichen Prompt-Gurus damit, dass sie die 1001 besten Prompts für jede Angelegenheit haben. Mit diesen Zaubern soll jeder Nutzer die KI im Handumdrehen dazu bringen, Blogs, Berichte, Drehbücher und vielleicht sogar Entschuldigungsnachricht an den Ex zu schreiben. Die Idee ist, dass wenn du einen dieser Befehle kopierst, die KI sofort und perfekt versteht, was du willst. Clever und praktisch.

In Wirklichkeit ersetzt Quantität jedoch niemals Qualität. Eine vorgefertigte Liste ist ohne Kontext wertlos, da diese Gurus weder deine Ziele, dein Business noch deinen Tonfall kennen. Eine einzige, präzise auf deine Situation abgestimmte Prompting-Strategie schlägt tausend allgemeine Kopien um Längen.

Prompting ist eine neue, aber notwendige Fähigkeit, die strategisches Denken, kreatives Schreiben und zumindest ein gewisses technologisches Verständnis vereint. Geschickt gesteuert kann eine KI definitiv nützliche Antworten liefern. Wenn dein Ziel ist, einen echten Nutzen aus der KI zu ziehen, musst du ihr die relevanten Informationen, das Ziel und den Kontext klar und eindeutig genug geben. Es geht um präzise Kommunikation, bei der du sowohl die Grenzen als auch die Möglichkeiten von Sprachmodellen verstehst.

Wenn du die KI zielgerichtet nutzen möchtest, ist es sinnvoll, eine funktionierende Prompting-Strategie zu überlegen. So kann die KI bessere Antworten geben und präzisere Ergebnisse generieren. Es gibt viele Strategien, abhängig davon, welches Endergebnis du anstrebst oder welche Art von Informationen du suchst. In diesem Blogbeitrag werden einige Prompting-Strategien vorgestellt, die für geschäftliche Zwecke nützlich sind.

Grundlagen des Promptings: Wie ein klares Ziel KI besser arbeiten lässt

Prompting, also das Geben eines Befehls, bedeutet einfach, wie du mit der KI kommunizierst: was du bittest oder willst, in welcher Form du die Antwort wünschst und vor allem, welches Endergebnis du erreichen willst.

Je klarer du dein Ziel definierst, desto nützlicher ist die Antwort, die du von der KI erhältst. Beim Prompting sind Klarheit und Prägnanz Trumpf. Wenn du nur „Schreib einen Blogbeitrag über den Skandinavischen Markt“ eingibst, ist das Ergebnis bestenfalls auf allgemeinem Niveau, und der Inhalt bietet kaum präzise und für dich nützliche Informationen.

Ein schlecht formulierter Prompt führt leicht zu einer ungenauen, vagen oder fehlerhaften Antwort. Ein gut durchdachter Prompt hingegen ermöglicht eine präzise und deine eigenen Ziele unterstützende Antwort. Ein Prompt ist wie ein Rezept: Richtig ausgeführt führt er zu einem schmackhaften Ergebnis, ein verwirrender Prompt hingegen erzeugt eine unbestimmte Brühe.

Ein klarer Prompt liefert eine bessere Antwort: So formulierst du effektiv

In Geschäftsaktivitäten ist das Ziel des Prompting oft geschäftsorientiert. Dabei können Prompts beispielsweise das Schreiben von Marketingmaterialien, die Erstellung von Social-Media-Inhalten oder das Entwerfen von E-Mail-Nachrichten betreffen. Bei dieser Art von Inhalt musst du darauf achten, dass die Befehle mit der Marke, den Werten und den strategischen Zielen deines Unternehmens übereinstimmen.

Der Inhalt selbst muss kohärent, professionell und wiedererkennbar sein. Du solltest auch ethische Fragen berücksichtigen und diskriminierende, irreführende und voreingenommene Inhalte vermeiden.

Hier sind einige praktische Prinzipien für die Erstellung eines klaren Prompts:

Halte den Prompt prägnant, aber informativ. Ein zu langer oder verwirrender Prompt kann zu einer unklaren Antwort führen. Bündle nicht mehrere Themen im selben Prompt, sondern grenze das Thema sinnvoll und leicht überschaubar ein. Drei klare Prompts sind besser als ein zu komplizierter.

Was willst du? Definiere das Ziel. Das angestrebte Endergebnis bestimmt die Prompting-Strategie. Beachte, dass nicht alle Strategien für jeden Zweck geeignet sind.

Überlege, welches Ergebnis du möchtest? Das Ergebnis kann z.B. sein:

  • Zusammenfassung
  • Social-Media-Beitrag
  • Blogbeitrag
  • Strategische Analyse

Oder suchst du etwas? Du könntest z.B. suchen oder benötigen:

  • Information
  • Ratschläge
  • Inspiration
  • Sparring
 

Erkläre den Kontext und präzisiere die Details separat:

  • Kontext: Hintergrundsituation und Ziel, Verwendungszweck (wofür die Antwort genutzt wird), die der KI zugewiesene Rolle sowie Ausgangsinformationen und eine mögliche Themeneinschränkung.
 
  • Details: Zielgruppe, gewünschter Stil und Tonfall, Struktur (z.B. Zwischenüberschriften und Listen), in welcher Sprache die Antwort geschrieben werden soll, Länge und Zeichenanzahl der Antwort, Format (z.B. Blogbeitrag, Zusammenfassung oder Tabelle), geplanter Kanal, obligatorische Begriffe oder Quellen sowie zu vermeidende Inhalte oder Lösungen.

Im Dialog mit KI: Wie Iteration das Ergebnis verbessert

Bild mit generiert mit Flux-pro-1.1

Iterieren beim Prompting bedeutet, dass du und die KI einen Dialog führen. In diesem Dialog gibst du zuerst einen Prompt ein, und dann wird die von der KI gegebene Antwort analysiert. Danach wird der Prompt präzisiert, bearbeitet oder erweitert. Anschließend wird die Antwort erneut analysiert und der Prompt nach Bedarf angepasst, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.

Die KI wird also auf Basis ihrer generierten Antworten in die von dir gewünschte Richtung gesteuert, wodurch du die Qualität des Endergebnisses leichter überwachen kannst.

Beim iterativen Prompting gibt es also mehrere Prompt-Runden, wobei der Prompt in jeder Runde neu bearbeitet wird. Dadurch entstehen neue Prompt-Versionen, die unterschiedliche Antwortversionen produzieren. Die Arbeit mit der KI ist somit ein Prozess, in dem durch Interaktion ein besseres Ergebnis gesucht wird.

Dank des iterativen Prozesses ist das Prompting flexibel, da du nicht sofort zu Beginn der Arbeit alle notwendigen Details definieren musst. Stattdessen kannst du während des Prompting-Prozesses selbst verschiedene Gedankengänge durchgehen und neue oder präzisierende Ideen streichen oder erfinden. 

Oft ist es auch so, dass du den generierten Text noch selbst, völlig ohne KI, bearbeiten musst oder willst, damit alle relevanten Details und stilistischen Nuancen richtig sind. Diese Abschlussphase solltest du niemals vergessen oder auslassen.

Neben Details und Fakten ist ein weiterer Punkt, auf den du achten solltest, die Authentizität. Die Wirkung von unauthentischem und unglaubwürdigem Inhalt ist negativ, da die Veröffentlichung von unzutreffendem Inhalt die Empfänger nicht überzeugt. Solcher Inhalt kann deinem Unternehmen einen Reputationsschaden zufügen.

Schritt-für-Schritt-Prompting-Strategie: Führe KI zum Ziel

Beim Step-by-stepPrompting, also dem schrittweisen Prompting, wird die KI gebeten, thematisch und systematisch auf das Endergebnis zuzugehen. In der KI-Welt wird dafür der Begriff Chain-of-Thought (CoT) verwendet. Bei dieser Strategie wird eine komplexe Aufgabe in logische Unterbereiche unterteilt. Ein solcher Ansatz hilft, den roten Faden im Denken zu bewahren und die KI zu leiten, themenbezogenen Inhalt kohärent zu produzieren.

Die Step-by-Step- oder CoT-Strategie eignet sich besonders für Situationen, in denen das Ziel bekannt ist, du aber Informationen zu verschiedenen Schritten benötigst, nach denen du vorgehen solltest, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Der Zweck der Strategie ist es, die Genauigkeit und Kohärenz von mehrstufigen Prozessen zu verbessern.

Mache KI zum Marketing-Meister: Nutze AIDA- und PAS-Modelle

Du kannst das Prompting auch durch die Nutzung bekannter Marketingmodelle (z.B. AIDA, PAS oder STP) verbessern. Sie bieten der KI ein fertiges, logisches Gerüst, mithilfe dessen der Inhalt klar und strukturiert bleibt, sodass die Botschaft nicht fragmentiert wird. Mit anderen Worten, die Nutzung der Modelle hilft sicherzustellen, dass der produzierte Inhalt klar, kohärent und überzeugend ist.

Beispielsweise erhältst du mithilfe des AIDA-Modells einen Verkaufstext, der natürlich von Phase zu Phase fortschreitet: Zuerst wird die Aufmerksamkeit erregt (Attention), dann das Interesse geweckt (Interest), danach der Wunsch geschaffen (Desire) und schließlich zur Handlung geleitet (Action). Dies macht die Botschaft überzeugender und erleichtert dem Leser den Weg zur angestrebten Handlung, wie z.B. einer Kontaktaufnahme oder Kaufentscheidung.

Ein kritischer KI-Nutzer erzielt bessere Ergebnisse – analysiere die Antworten

Neben dem Prompting ist auch die kritische Überprüfung der KI-Ergebnisse wichtig. Eine zentrale Fähigkeit ist es, den von der KI produzierten Inhalt genau zu bewerten. Diese Vorgehensweise, bei der der Mensch als aktiver Überwacher und Teil des Prozesses fungiert, wird als Human-in-the-loop (HITL) bezeichnet. Bei der Bewertung des von der KI produzierten Textes bedeutet das Human-in-the-loop-Prinzip eine kontinuierliche Qualitätssicherung: Ist der Inhalt präzise, relevant und im Tonfall angemessen? Ist der Text kohärent und konsistent? Entspricht der Inhalt des Textes den Tatsachen? Enthält der Text versteckte Verzerrungen oder Fehler? Ist der Text grammatikalisch korrekt? Werden die richtigen Wörter und Ausdrücke verwendet?

Wenn du die KI nutzt, betrachte sie nicht als ein mystisches, Inhalt produzierendes Füllhorn, in das du eine Frage eingibst und automatisch die perfekte Antwort erhältst. Wenn die Antwort der KI nicht vollständig deinen Erwartungen entspricht, bist nicht du oder die KI gescheitert, sondern die KI hat dir einen Ausgangspunkt generiert, den du weiterentwickeln kannst. Wenn du neue Anweisungen hinzufügst, um Präzisierungen bittest oder den Blickwinkel einschränkst, passt die KI ihr Ergebnis entsprechend an.

Prompting kann also ein Prozess sein, keine einmalige Sache. Jede Präzisierung führt die KI näher zu dem Inhalt, der genau deiner Situation entspricht oder den du benötigst, sei es bei der Geschäftsentwicklung, der Inhaltserstellung, der Analyse oder zum Beispiel beim persönlichen Sparring. Das Endergebnis entsteht nicht unbedingt mit einem einzigen Befehl, sondern durch ein systematisches, schrittweises Vorgehen, bei dem die KI als unterstützende Intelligenz des Menschen fungiert und bestenfalls die Denkprozesse des Menschen ergänzt.

Probiere verschiedene Prompting-Strategien aus!

Teste verschiedene KI-Modelle und vergleiche deren Ergebnisse. Bitte die KI auch, dir neue Prompting-Strategien vorzuschlagen

Bei der Erstellung wurden folgende KI-Anwendungen als Hilfsmittel verwendet: ChatGPT 4o und 5, CustomGPT, Gemini 3.0 und Perplexity Pro